DAS BUCH ESRA
1. Kapitel
Erlaubnis zur Heimkehr und zum Tempelbau
(vgl. 2. Chr 36,22.23)
1,1 Im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, erweckte der HERR -
(a) (b)
damit erfüllt würde das Wort des HERRN, das durch den Mund Jeremias
gesprochen war - den Geist des Kyrus, des Königs von Persien, daß er in
seinem ganzen Königreich mündlich und auch schriftlich verkünden ließ:
1,2 So spricht Kyrus, der König von Persien: Der HERR, der Gott des Himmels,
hat mir
(a) alle Königreiche der Erde gegeben, und
(b) er hat mir befohlen,
ihm ein Haus zu Jerusalem in Juda zu bauen.
1,3 Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei sein Gott, und er
ziehe hinauf nach Jerusalem in Juda und baue das Haus des HERRN, des
Gottes Israels; das ist der Gott, der zu Jerusalem ist.
1,4 Und wo auch immer einer übriggeblieben ist, dem sollen die Leute des
Orts, an dem er als Fremdling gelebt hat, helfen mit Silber und Gold, Gut
und Vieh außer dem, was sie aus freiem Willen für das Haus Gottes zu
Jerusalem geben.
1,5 Da machten sich auf die Häupter der Sippen aus Juda und Benjamin und
die Priester und Leviten, alle, deren Geist Gott erweckt hatte, um
hinaufzuziehen und das Haus des HERRN zu Jerusalem zu bauen. 1,6 Und alle, die um sie her wohnten, halfen ihnen mit allem, mit Silber und
Gold, mit Gut und Vieh und Kleinoden außer dem, was sie freiwillig gaben.
1,7 Und der König Kyrus gab heraus die Geräte des Hauses des HERRN, (a) die
Nebukadnezar aus Jerusalem genommen und in das Haus seines Gottes gebracht
hatte. 1,8 Und Kyrus, der König von Persien, übergab sie dem Schatzmeister
Mitredat; der zählte sie (a) Scheschbazar, dem Fürsten Judas, vor. 1,9 Und dies war ihre Zahl: Dreißig goldene Becken und tausendneunundzwanzig
silberne Becken, 1,10 dreißig goldene Becher und vierhundertzehn silberne Becher und tausend
andere Geräte. 1,11 Alle Geräte, goldene und silberne, waren fünftausendvierhundert*. Alles
brachte Scheschbazar hinauf, als man aus der Gefangenschaft von Babel nach
Jerusalem hinaufzog. *Durch spätere Abänderungen entspricht die
Gesamtzahl jetzt nicht mehr der Summe der Einzelangaben.
2. Kapitel
Verzeichnis der Heimkehrer
(vgl. Neh 7,5-72)
2,1 Dies sind die Leute der Landschaft Juda, die heraufzogen aus der
Gefangenschaft, die Nebukadnezar, der König von Babel, nach Babel
weggeführt hatte, und die nach Jerusalem und Juda zurückkehrten, ein jeder
in seine Stadt.
2,2 Sie kamen mit Serubbabel, Jeschua, Nehemja, Seraja, Reelaja, Mordochai,
Bilschan, Misperet, Bigwai, Rehum und Baana. Dies ist die Zahl der Männer
des Volkes Israel:
2,3 die Söhne Parosch 2172;
2,4 die Söhne Schefatja 372;
2,5 die Söhne Arach 775;
2,6 die Söhne Pahat-Moab, nämlich die Söhne Jeschua und die Söhne Joab,
2812;
2,7 die Söhne Elam 1254;
2,8 die Söhne Sattu 945;
2,9 die Söhne Sakkai 760;
2,10 die Söhne Bani 642;
2,11 die Söhne Bebai 623;
2,12 die Söhne Asgad 1222;
2,13 die Söhne Adonikam 666;
2,14 die Söhne Bigwai 2056;
2,15 die Söhne Adin 454;
2,16 die Söhne Ater, nämlich die Söhne Hiskia, 98;
2,17 die Söhne Bezai 323;
2,18 die Söhne Jorah 112;
2,19 die Söhne Haschum 223;
2,20 die Söhne Gibbar 95;
2,21 die Männer von Bethlehem 123;
2,22 die Männer von Netofa 56;
2,23 die Männer von Anatot 128;
2,24 die Männer von Bet-Asmawet 42;
2,25 die Männer von Kirjat-Jearim, Kefira und Beerot 743;
2,26 die Männer von Rama und Geba 621;
2,27 die Männer von Michmas 122;
2,28 die Männer von Bethel und Ai 223;
2,29 die Söhne Nebo 52;
2,30 die Söhne Magbisch 156;
2,31 die Söhne des andern Elam 1254;
2,32 die Söhne Harim 320;
2,33 die Männer von Lod, Hadid und Ono 725;
2,34 die Männer von Jericho 345;
2,35 die Söhne Senaa 3630.
2,36 Die Zahl der Priester: die Söhne Jedaja, nämlich das Haus Jeschua,
973; 2,37 die Söhne Immer 1052; 2,38 die Söhne Paschhur 1247; 2,39 die Söhne Harim 1017.
2,40 Die Zahl der Leviten: die Söhne aJeschua, nämlich Kadmïl, Binnui und
Hodawja, 74.
2,41 Die Zahl der Sänger: die Söhne Asaf 128.
2,42 Die Zahl der Torhüter: die Söhne Schallum, die Söhne Ater, die Söhne
Talmon, die Söhne Akkub, die Söhne Hatita und die Söhne Schobai, insgesamt
139.
2,43 Die (a) Zahl der Tempelsklaven: die Söhne Ziha, die Söhne Hasufa, die
Söhne Tabbaot, 2,44 die Söhne Keros, die Söhne Sia, die Söhne Padon, 2,45 die Söhne Lebana, die Söhne Hagaba, die Söhne Akkub, 2,46 die Söhne Hagab, die Söhne Salmai, die Söhne Hanan, 2,47 die Söhne Giddel, die Söhne Gahar, die Söhne Reaja, 2,48 die Söhne Rezin, die Söhne Nekoda, die Söhne Gasam, 2,49 die Söhne Usa, die Söhne Paseach, die Söhne Besai, 2,50 die Söhne Asna, die Söhne der Mëuniter, die Söhne der Nefusiter, 2,51 die Söhne Bakbuk, die Söhne Hakufa, die Söhne Harhur, 2,52 die Söhne Bazlut, die Söhne Mehida, die Söhne Harscha, 2,53 die Söhne Barkos, die Söhne Sisera, die Söhne Temach, 2,54 die Söhne Neziach, die Söhne Hatifa.
2,55 Die Zahl der Nachkommen der (a) Sklaven Salomos: die Söhne Sotai, die
Söhne Soferet, die Söhne Peruda, 2,56 die Söhne Jaala, die Söhne Darkon, die Söhne Giddel, 2,57 die Söhne Schefatja, die Söhne Hattil, die Söhne Pocheret-Zebajim, die
Söhne Ami. 2,58 Alle (a) Tempelsklaven und Nachkommen der Sklaven Salomos waren zusammen
392.
2,59 Und von denen, die heraufzogen aus Tel-Melach, Tel-Harscha,
Kerub-Addon und Immer, konnten nicht angeben, ob ihre Sippe und ihre
Nachkommen aus Israel stammten: 2,60 die Söhne Delaja, die Söhne Tobija, die Söhne Nekoda, 652. 2,61 Und von den Priestern: die Söhne Habaja, die Söhne Hakkoz, die Söhne
Barsillai, deren Urahn eine von den Töchtern des Gileaditers (a) (b) Barsillai
zur Frau genommen hatte und nach dessen Namen genannt wurde. 2,62 Die suchten ihre Geschlechtsregister und fanden sie nicht; darum wurden
sie für das Priestertum als untauglich erklärt. 2,63 Und der Statthalter gebot ihnen, sie sollten nicht essen vom (a)
Hochheiligen, bis ein Priester für die (b) (c) heiligen Lose «Licht und Recht»
aufstände.
2,64 Die ganze Gemeinde zählte insgesamt 42 360, 2,65 ausgenommen ihre Knechte und Mägde; diese waren 7337; dazu 200 Sänger
und Sängerinnen. 2,66 Und sie hatten 736 Rosse, 245 Maultiere, 2,67 435 Kamele und 6720 Esel.
2,68 Und als einige Häupter der Sippen zum Hause des HERRN in Jerusalem
kamen, gaben sie freiwillig für das Haus Gottes, damit man's an seiner
früheren Stätte erbaue, 2,69 und gaben nach ihrem Vermögen zum Schatz für das Werk 61 000 Gulden und
5000 Pfund Silber und 100 Priesterkleider.
2,70 So ließen sich die Priester und die Leviten und einige andere Leute in
Jerusalem nieder und die Sänger und die Torhüter und die Tempelsklaven in
ihren Städten und alle übrigen aus Israel in ihren Städten.
3. Kapitel
Errichtung des Brandopferaltars und Beginn des Opferdienstes
3,1 Und als der siebente Monat herbeikam und die Israeliten nun in ihren
Städten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann in Jerusalem.
3,2 Und es machten sich auf aJeschua, der Sohn Jozadaks, und seine Brüder,
die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtïls, und seine Brüder und
bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf zu opfern,
(a) (b) wie
es geschrieben steht im Gesetz des Mose, des Mannes Gottes.
3,3 Und sie richteten den Altar wieder her an seiner früheren Stätte - denn
es war Furcht über sie gekommen vor den Völkern des Landes - und opferten
dem HERRN Brandopfer darauf des Morgens und des Abends.
3,4 Und sie hielten das
(a) Laubhüttenfest, wie geschrieben steht, und
brachten Brandopfer dar alle Tage nach der Zahl, wie sich's gebührt und
jeder Tag es erforderte,
3,5 danach auch das tägliche Brandopfer und die Opfer für die Neumonde und
alle heiligen Festtage des HERRN und was sonst einer dem HERRN freiwillig
darbrachte.
3,6 Am ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an, dem HERRN Brandopfer
zu bringen. Aber der Grund des Tempels des HERRN war noch nicht gelegt.
3,7 Und sie gaben Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten und Speise und Trank
und Öl den Leuten von Sidon und Tyrus, damit sie Zedernholz vom Libanon
zur See nach Jafo brächten, wie es ihnen Kyrus, der König von Persien,
erlaubt hatte.
(a)
Beginn des Tempelbaus
3,8 Im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft beim Hause Gottes in Jerusalem, im
zweiten Monat, begannen Serubbabel, der Sohn Schealtïls, und Jeschua, der
Sohn Jozadaks, und die übrigen ihrer Brüder, Priester und Leviten, und
alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen waren, die
Leviten von zwanzig Jahren an und darüber zu bestellen, damit sie die
Arbeit am Hause des HERRN leiteten.
3,9 Und aJeschua mit seinen Söhnen und seinen Brüdern Kadmïl, Binnui und
Hodawja traten einmütig an, um die Arbeiter am Hause Gottes anzuleiten,
dazu die Söhne Henadads mit ihren Söhnen und ihren Brüdern, die Leviten.
3,10 Und als die Bauleute den Grund legten zum Tempel des HERRN, stellten
sich die Priester auf in ihren Amtskleidern mit Trompeten und die Leviten,
die Söhne Asaf, mit Zimbeln, um den HERRN zu loben nach der Ordnung
Davids, des Königs von Israel.
3,11 Und sie stimmten den Lobpreis an und dankten dem HERRN: Denn
(a) (b) er ist
gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewiglich über Israel. Und das ganze
Volk jauchzte laut beim Lobe des HERRN, weil der Grund zum Hause des
HERRN gelegt war.
3,12 Und viele von den betagten Priestern, Leviten und Sippenhäuptern, die
(a) das frühere Haus noch gesehen hatten, weinten laut, als nun dies Haus
vor ihren Augen gegründet wurde. Viele aber jauchzten mit Freuden, so daß
das Geschrei laut erscholl.
3,13 Und man konnte das Jauchzen mit Freuden und das laute Weinen im Volk
nicht unterscheiden; denn das Volk jauchzte laut, so daß man den Schall
weithin hörte.
4. Kapitel
Behinderung des Tempelbaus
4,1 Als aber die Widersacher Judas und Benjamins hörten, daß die, die aus
der Gefangenschaft zurückgekommen waren, dem HERRN, dem Gott Israels, den
Tempel bauten,
4,2 kamen sie zu Serubbabel, Jeschua und den Sippenhäuptern und sprachen zu
ihnen: Wir wollen mit euch bauen; denn auch wir suchen euren Gott und
(a)
haben ihm geopfert seit der Zeit
(b) (c) Asarhaddons, des Königs von Assur, der
uns hierher gebracht hat.
4,3 Aber Serubbabel und Jeschua und die andern Häupter der Sippen in Israel
antworteten ihnen: Es ziemt sich nicht, daß ihr und wir miteinander das
Haus unseres Gottes bauen, sondern wir allein wollen bauen dem HERRN, dem
Gott Israels, wie uns Kyrus, der König von Persien, geboten hat.
4,4 Da machte das Volk des Landes die Juden mutlos und schreckte sie vom
Bauen ab.
4,5 Und sie dingten Ratgeber gegen sie und hinderten ihr Vorhaben, solange
Kyrus, der König von Persien, lebte,
(a) bis zur Herrschaft des Darius, des
Königs von Persien.
4,6 Und als Ahasveros* König war, im Anfang seiner Herrschaft, schrieb man
eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem. *Griechisch:
Xerxes.
4,7 Und zu den Zeiten Artahsastas* schrieben Bischlam, Mitredat, Tabeel und
ihre andern Genossen an Artahsasta, den König von Persien. Der Brief war
in aramäischer Schrift geschrieben und ins Aramäische übertragen.
*Griechisch: Artaxerxes. 4,8 Der Kanzler Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben einen Brief
gegen Jerusalem an den König Artahsasta: 4,9 Wir, Rehum, der Kanzler, und Schimschai, der Schreiber, und die andern
Genossen, die Richter, die Befehlshaber, die Schreiber, die Beamten, die
Männer von Erech, von Babel, von Susa, das sind die Elamiter, 4,10 und die andern Völker, die der große und berühmte Asenappar*
hergebracht und in den Städten Samariens und in den andern Orten jenseits
des Euphrat* angesiedelt hat. *Asenappar ist Asarhaddon (Vers 2). Mit
«jenseits des Euphrat» wird die persische Provinz westlich des Euphrat
bezeichnet. 4,11 Und dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten: An
König Artahsasta, deine Knechte, die Männer jenseits des Euphrat. 4,12 Und nun sei dem König kundgetan, daß die Juden, die von dir
heraufgezogen und zu uns nach Jerusalem gekommen sind, die aufrührerische
und böse Stadt wieder aufbauen wollen; sie haben begonnen, die Mauern zu
errichten, und die Fundamente sind schon gelegt. 4,13 So sei nun dem König kundgetan: Wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird
und die Mauern wieder errichtet werden, so werden sie Steuern, Abgaben und
Zoll nicht mehr geben, und zuletzt wird es den Königen Schaden bringen. 4,14 Weil wir aber das Salz des Königshauses essen und die Schmach des
Königs nicht länger sehen wollen, darum schicken wir hin und lassen es den
König wissen. 4,15 Man lasse in den Chroniken deiner Väter suchen, so wirst du in den
Chroniken finden und erfahren, daß diese Stadt aufrührerisch ist und
Königen und Ländern Schaden gebracht hat und man in ihr auch von alters
her Aufruhr gemacht hat, - darum ist diese Stadt auch zerstört worden. 4,16 Und nun tun wir dem König kund, daß du hernach nichts behalten wirst
von dem, was jenseits des Euphrat liegt, wenn diese Stadt wieder aufgebaut
wird und ihre Mauern wieder errichtet werden.
4,17 Da sandte der König folgende Antwort: An Rehum, den Kanzler, und
Schimschai, den Schreiber, und ihre andern Genossen, die in Samaria wohnen
und in den andern Orten jenseits des Euphrat: Friede zuvor! 4,18 Und nun, der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist mir Wort für Wort
vorgelesen worden. 4,19 Und auf meinen Befehl hat man nachgeforscht, und man fand bestätigt,
daß diese Stadt von alters her gegen die Könige sich empört hat und
Aufruhr und Abfall in ihr geschehen ist. 4,20 Auch hat es mächtige Könige zu Jerusalem gegeben, die geherrscht haben
über alles, was jenseits des Euphrat ist, so daß ihnen Steuern, Abgaben
und Zoll gegeben wurden. 4,21 So gebt nun den Befehl, daß man diesen Männern wehre, damit die Stadt
nicht wieder aufgebaut werde, bis von mir der Befehl gegeben wird! 4,22 Seht euch vor, daß ihr nicht lässig hierin seid, damit nicht den
Königen großer Schaden entstehe!
4,23 Als nun der Brief des Königs Artahsasta gelesen wurde von Rehum und
dem Schreiber Schimschai und von ihren andern Genossen, zogen sie eilends
hin nach Jerusalem zu den Juden und wehrten ihnen mit Gewalt. 4,24 Da hörte die Arbeit am Hause Gottes in Jerusalem auf und blieb liegen
bis ins zweite Jahr des Darius, des Königs von Persien.(a) (b)
5. Kapitel
Wiederaufnahme des Tempelbaus
5,1 Es weissagten aber die Propheten
(a) Haggai und
(b) Sacharja, der Sohn
Iddos, den Juden, die in Juda und Jerusalem wohnten, im Namen des Gottes
Israels, der über ihnen war.
5,2 Da machten sich auf Serubbabel, der Sohn Schealtïls, und Jeschua, der
Sohn Jozadaks, und fingen an, das Haus Gottes zu Jerusalem aufzubauen, und
mit ihnen die Propheten Gottes, die sie stärkten.
5,3 Zu der Zeit kamen zu ihnen Tattenai, der Statthalter des Gebietes
jenseits des Euphrat, und Schetar-Bosnai und ihre Genossen und sprachen:
Wer hat euch befohlen, dies Haus aufzubauen und diese Mauern zu
errichten? 5,4 Dann sagten sie zu ihnen: Wie heißen die Männer, die diesen Bau
aufführen? 5,5 Aber (a) (b) das Auge ihres Gottes war über den Ältesten der Juden, so daß
ihnen nicht gewehrt wurde, bis man den Bericht an Darius gelangen ließe
und darüber ein Brief käme.
5,6 Dies ist die Abschrift des Briefes Tattenais, des Statthalters jenseits
des Euphrat, und Schetar-Bosnais und ihrer Genossen, der Beamten, die
jenseits des Euphrat waren, an den König Darius. 5,7 Die Botschaft, die sie ihm sandten, lautete: Dem König Darius allen
Frieden! 5,8 Es sei dem König kundgetan, daß wir ins jüdische Land gekommen sind zu
dem Hause des großen Gottes; dies baute man mit behauenen Steinen und
legte Balken in die Wände, und die Arbeit ging unter ihrer Hand frisch
vonstatten. 5,9 Wir aber haben die Ältesten gefragt und zu ihnen gesagt: Wer hat euch
befohlen, dies Haus zu bauen und diese Mauern zu errichten? 5,10 Auch fragten wir, wie sie hießen, damit wir es dir kundtäten und die
Namen der Männer aufschrieben, die an ihrer Spitze stehen. 5,11 Sie aber gaben uns dies zur Antwort: Wir sind Knechte des Gottes des
Himmels und der Erde und bauen das Haus wieder auf, das einst vor vielen
Jahren hier gestanden und das ein großer König Israels gebaut und
vollendet hat. 5,12 Aber als unsere Väter den Gott des Himmels erzürnten, (a) gab er sie in
die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, des Chaldäers; der (b)
zerstörte dies Haus und führte das Volk weg nach Babel. 5,13 Aber im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Babel, befahl der König
Kyrus, dies Haus Gottes wieder zu bauen.(a) 5,14 Auch die goldenen und silbernen Geräte im Hause Gottes, die
Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen und in den Tempel zu
Babel gebracht hatte, nahm der König Kyrus aus dem Tempel zu Babel und gab
sie (a) Scheschbazar, den er zum Statthalter einsetzte, 5,15 und sprach zu ihm: Nimm diese Geräte, zieh hin und bringe sie in den
Tempel zu Jerusalem, und das Haus Gottes soll gebaut werden an seiner
früheren Stätte. 5,16 Da kam jener Scheschbazar und legte den Grund zum Hause Gottes zu
Jerusalem. Seit der Zeit baut man, und es ist noch nicht vollendet. 5,17 Gefällt es nun dem König, so lasse er in Babel im Schatzhaus des Königs
suchen, (a) ob es von dem König Kyrus befohlen sei, das Haus Gottes zu
Jerusalem wieder aufzubauen, und man sende uns des Königs Meinung darüber.
6. Kapitel
Der Erlaß des Kyrus über den Tempelbau
6,1 Da befahl der König Darius, daß man in Babel in den Schatzhäusern, in
denen die Bücher aufbewahrt wurden, nachforschen sollte.
6,2 Da fand man in der Festung Achmeta, die in Medien liegt, eine
Schriftrolle, auf der geschrieben stand: Aufzeichnung.
6,3 Im ersten Jahr des Königs Kyrus befahl der König Kyrus, das Haus Gottes
in Jerusalem wieder aufzubauen als eine Stätte, an der man opfert, und
seinen Grund zu legen: seine Höhe sechzig Ellen und seine Breite auch
sechzig Ellen,
6,4 und drei Schichten von behauenen Steinen und eine Schicht von Holz, und
die Mittel sollen vom Hause des Königs gegeben werden.
6,5 Auch soll man zurückgeben die goldenen und silbernen Geräte des Hauses
Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen und nach
Babel gebracht hat; man soll sie zurückbringen in den Tempel zu Jerusalem
an ihre Stätte im Hause Gottes.
Vollendung des Tempelbaus unter Darius
6,6 So haltet euch nun fern von dieser Sache, du, Tattenai, Statthalter
jenseits des Euphrat, und Schetar-Bosnai mit euren Genossen, ihr Beamten,
die ihr jenseits des Euphrat seid!
6,7 Laßt sie arbeiten am Hause Gottes, damit der Statthalter der Juden und
ihre Ältesten das Haus Gottes an seiner früheren Stätte wieder aufbauen.
6,8 Auch ist von mir befohlen worden, was ihr den Ältesten der Juden
darreichen sollt, um das Haus Gottes zu bauen, nämlich daß man aus des
Königs Schatz von dem, was einkommt aus der Landschaft jenseits des
Euphrat, mit Sorgfalt nehme und gebe den Leuten regelmäßig, was sie
bedürfen.
6,9 Und was sie bedürfen an Stieren, Widdern und Lämmern zum Brandopfer für
den Gott des Himmels, an Weizen, Salz, Wein und Öl nach dem Wort der
Priester in Jerusalem, das soll man ihnen täglich geben, und es soll nicht
lässig geschehen,
6,10 damit sie opfern zum lieblichen Geruch dem Gott des Himmels und bitten
für das Leben des Königs und seiner Söhne.
6,11 Ferner wird von mir befohlen: Wenn irgend jemand diesen Erlaß
übertritt, so soll ein Balken aus seinem Haus herausgerissen und er daran
aufrecht angeschlagen werden, und sein Haus soll um seiner Tat willen zum
Schutthaufen gemacht werden.
6,12 Der Gott aber, der seinen Namen dort wohnen läßt, bringe jeden König um
und jedes Volk, das seine Hand ausreckt, diesen Erlaß zu übertreten und
das Haus Gottes in Jerusalem zu zerstören. Ich, Darius, habe diesen Befehl
gegeben, damit er sorgfältig befolgt werde.
6,13 Da taten Tattenai, der Statthalter jenseits des Euphrat, und
Schetar-Bosnai und ihre Genossen sorgfältig nach dem, was der König Darius
ihnen befohlen hatte. 6,14 Und die Ältesten der Juden bauten, und es ging vonstatten durch die
Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja, des Sohnes Iddos, und sie
bauten und vollendeten es nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem
Befehl des Kyrus, Darius und Artahsasta, der Könige von Persien, 6,15 und sie vollendeten das Haus bis zum dritten Tag des Monats Adar im
sechsten Jahr der Herrschaft des Königs Darius. 6,16 Und die Israeliten, die Priester, die Leviten und die andern, die aus
der Gefangenschaft zurückgekommen waren, hielten (a) die Einweihung des
Hauses Gottes mit Freuden 6,17 und (a) opferten zur Einweihung des Hauses Gottes hundert Stiere,
zweihundert Widder, vierhundert Lämmer und zum Sündopfer für ganz Israel
zwölf Ziegenböcke nach der Zahl der Stämme Israels 6,18 und bestellten die Priester nach ihren Abteilungen und die Leviten nach
ihren Ordnungen zum Dienst am Hause Gottes in Jerusalem, (a) wie es im Buch
des Mose geschrieben steht.
Feier des Passafestes
6,19 Und die, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren,
(a) hielten
Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats.
6,20 Denn die Leviten hatten sich gereinigt Mann für Mann, so daß sie alle
rein waren, und schlachteten das Passa für alle, die aus der
Gefangenschaft zurückgekommen waren, und für ihre Brüder, die Priester,
und für sich.
6,21 Und
(a) es aßen das Passa die Israeliten, die aus der Gefangenschaft
zurückgekommen waren, und alle, die sich zu ihnen abgesondert hatten von
der Unreinheit der Heiden im Lande, um den HERRN, den Gott Israels, zu
suchen.
6,22 Und sie hielten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit
Freuden; denn der HERR hatte sie fröhlich gemacht und das Herz des Königs
von Assur* ihnen zugewandt, damit sie gestärkt würden zur Arbeit am Hause
des Gottes, der der Gott Israels ist. *Gemeint ist hiermit der König von
Persien.
7. Kapitel
Esras Beauftragung durch Artaxerxes
7,1 Nach diesen Geschichten zog unter der Regierung des Artahsasta*, des
Königs von Persien, Esra herauf, der Sohn
(a) Serajas, des Sohnes Asarjas,
des Sohnes Hilkijas,
7,2 des Sohnes Schallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitubs,
7,3 des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajots,
7,4 des Sohnes Serachjas, des Sohnes Usis, des Sohnes Bukkis,
7,5 des Sohnes Abischuas, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Eleasars, des
Sohnes Aarons, des Hohenpriesters.
7,6 Dieser Esra zog von Babel herauf. Er war ein Schriftgelehrter, kundig im
Gesetz des Mose, das der HERR, der Gott Israels, gegeben hatte. Und der
König gab ihm alles, was er erbat, weil
(a) (b) (c) die Hand des HERRN, seines
Gottes, über ihm war.
7,7 Und mit ihm zogen herauf einige von den Israeliten und von den Priestern
und Leviten, von den Sängern, Torhütern und Tempelsklaven nach Jerusalem
im siebenten Jahr des Königs Artahsasta.
7,8 Und er kam nach Jerusalem im fünften Monat, im siebenten Jahr des
Königs.
7,9 Am ersten Tage des ersten Monats nämlich hatte er beschlossen, von Babel
heraufzuziehen, und am ersten Tage des fünften Monats kam er nach
Jerusalem, weil die gnädige Hand Gottes über ihm war.
7,10 Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des HERRN zu erforschen
und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren.
Erlaß des Königs Artaxerxes über Esras Vollmacht
7,11 Und dies ist die Abschrift des Schreibens, das der König Artahsasta
Esra gab, dem Priester und Schriftgelehrten, der kundig war in den Worten
der Gebote und Satzungen des HERRN für Israel:
7,12 Artahsasta, der König aller Könige, an Esra, den Priester und
Beauftragten für das Gesetz des Gottes des Himmels: Friede zuvor!
7,13 Und nun, von mir ist befohlen worden, daß alle, die von dem Volk Israel
und den Priestern und Leviten in meinem Reich willig sind, nach Jerusalem
zu ziehen, mit dir ziehen können,
7,14 weil du vom König und seinen sieben Räten gesandt bist, um auf Grund
des Gesetzes deines Gottes, das in deiner Hand ist, nachzuforschen, wie es
in Juda und Jerusalem steht,
7,15 und hinzubringen Silber und Gold, das der König und seine Räte
freiwillig geben dem Gott Israels, dessen Wohnung zu Jerusalem ist,
7,16 und was du sonst an Silber und Gold erhältst in der ganzen Landschaft
Babel samt dem, was das Volk und die Priester freiwillig geben für das
Haus ihres Gottes zu Jerusalem.
7,17 Alles das nimm und kaufe mit Sorgfalt von diesem Geld Stiere, Widder,
Lämmer und Speisopfer und Trankopfer dazu, damit man sie opfere auf dem
Altar des Hauses eures Gottes zu Jerusalem.
7,18 Dazu, was dir und deinen Brüdern mit dem übrigen Gelde zu tun gefällt,
das tut nach dem Willen eures Gottes.
7,19 Und die Geräte, die dir gegeben sind zum Dienst im Hause deines Gottes,
übergib alle vor Gott in Jerusalem.
7,20 Auch was du sonst noch brauchst für das Haus deines Gottes, was du
ausgeben mußt, das bekommst du aus den Schatzhäusern des Königs.
7,21 Ich, König Artahsasta, habe allen Schatzmeistern jenseits des Euphrat
befohlen: Alles, was Esra, der Priester und Beauftragte für das Gesetz des
Gottes des Himmels, von euch fordert, das tut mit Sorgfalt,
7,22 bis zu hundert Zentner Silber und hundert Sack Weizen und hundert Eimer
Wein und hundert Eimer Öl, und Salz in jeder Menge.
7,23 Alles, was dir Gott befohlen hat, daß es gegeben werde, das soll für
das Haus des Gottes des Himmels mit Hingabe geleistet werden, damit nicht
der Zorn über das Reich des Königs und seiner Söhne komme.
7,24 Und euch sei kundgetan, daß ihr nicht Macht habt, Steuern, Abgaben und
Zoll zu legen auf irgendeinen Priester, Leviten, Sänger, Torhüter,
Tempelsklaven, auf alle, die im Hause dieses Gottes Dienst tun.
7,25 Du aber, Esra, setze nach der Weisheit deines Gottes, die in deiner
Hand ist, Richter und Rechtspfleger ein, die allem Volk Recht sprechen,
das jenseits des Euphrat wohnt, nämlich allen, die das Gesetz deines
Gottes kennen; und wer es nicht kennt, den sollt ihr es lehren.
7,26 Aber jeder, der nicht sorgfältig das Gesetz deines Gottes und das
Gesetz des Königs hält, der soll sein Urteil empfangen, es sei Tod oder
Acht oder Buße an Hab und Gut oder Gefängnis.
7,27 Gelobt sei der HERR, der Gott unserer Väter, der solches dem König
eingegeben hat, daß er das Haus des HERRN in Jerusalem so herrlich mache, 7,28 und der mir die Gunst des Königs und seiner Räte und aller mächtigen
Oberen des Königs zugewandt hat! Und ich ward getrost, weil (a) die Hand des
HERRN, meines Gottes, über mir war, und sammelte aus Israel Sippenhäupter,
daß sie mit mir hinaufzögen.
8. Kapitel
8,1 Dies sind die Häupter der Sippen mit ihren Geschlechtsregistern, die mit
mir heraufzogen von Babel zur Zeit, als der König Artahsasta regierte.
(a) 8,2 Von den Söhnen Pinhas: Gerschom; von den Söhnen Itamar: Daniel; von den
Söhnen David: Hattusch, der Sohn
(a) Schechanjas;
8,3 von den Söhnen
(a) Parosch: Secharja und mit ihm verzeichnet
hundertundfünfzig Männer;
8,4 von den Söhnen
(a) Pahat-Moab: Eljoënai, der Sohn Serachjas, und mit ihm
zweihundert Männer;
8,5 von den Söhnen
(a) Sattu: Schechanja, der Sohn Jahasïls, und mit ihm
dreihundert Männer;
8,6 von den Söhnen Adin: Ebed, der Sohn Jonatans, und mit ihm fünfzig
Männer;
8,7 von den Söhnen Elam: Jesaja, der Sohn Ataljas, und mit ihm siebzig
Männer;
8,8 von den Söhnen Schefatja: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit ihm
achtzig Männer;
8,9 von den Söhnen Joab: Obadja, der Sohn Jehïls, und mit ihm
zweihundertundachtzehn Männer;
8,10 von den Söhnen
(a) Bani: Schelomit, der Sohn Josifjas, und mit ihm
hundertundsechzig Männer;
8,11 von den Söhnen Bebai: Secharja, der Sohn Bebais, und mit ihm
achtundzwanzig Männer;
8,12 von den Söhnen Asgad: Johanan, der Sohn Katans, und mit ihm
hundertundzehn Männer;
8,13 von den Söhnen Adonikam: die letzten, und sie hießen: Elifelet, Jeïël
und Schemaja, und mit ihnen sechzig Männer;
8,14 von den Söhnen Bigwai: Utai, der Sohn Sabbuds, und mit ihm siebzig
Männer.
Vorbereitung zum Aufbruch nach Jerusalem
8,15 Und ich versammelte sie am Fluß, der nach Ahawa fließt, und wir blieben
dort drei Tage. Und ich sah wohl Volk und Priester, aber ich fand keine
Leviten.
8,16 Da sandte ich hin Elïser, Ariël, Schemaja, Elnatan, Jarib, Elnatan,
Nathan, Secharja und Meschullam, verständige Sippenhäupter,
8,17 und schickte sie zu Iddo, dem Vorsteher in Kasifja, damit sie uns
Diener für das Haus unseres Gottes holten. Und ich legte ihnen in den
Mund, was sie reden sollten mit Iddo und seinen Brüdern, die in Kasifja
waren.
8,18 Und sie brachten uns, weil
(a) die gnädige Hand unseres Gottes über uns
war, einen klugen Mann von den Söhnen Machlis, des Sohnes Levis, des
Sohnes Israels, nämlich Scherebja mit seinen Söhnen und Brüdern, achtzehn;
8,19 und Haschabja und Jesaja, seinen Bruder, von den Söhnen Merari und ihre
Söhne, zwanzig;
8,20 und von den
(a) Tempelsklaven, die David und die Oberen bestimmt hatten,
den Leviten zu dienen, zweihundertundzwanzig. Sie alle sind mit Namen
aufgezeichnet.
8,21 Und ich ließ dort am Fluß bei Ahawa ein Fasten ausrufen, damit wir uns
vor unserm Gott demütigten, um von ihm eine Reise ohne Gefahren zu
erbitten für uns und unsere Kinder und alle unsere Habe. 8,22 Denn ich schämte mich, vom König Geleit und Reiter zu fordern, um uns
auf dem Wege vor Feinden zu helfen. Denn wir hatten dem König gesagt: (a)
Die Hand unseres Gottes ist zum Besten über allen, die ihn suchen, und
seine Stärke und sein Zorn gegen alle, die ihn verlassen. 8,23 So fasteten wir und erbaten solches von unserm Gott; und er erhörte
uns.
8,24 Und ich sonderte zwölf der obersten Priester aus, dazu Scherebja und
Haschabja und mit ihnen zehn von ihren Brüdern, 8,25 und wog ihnen dar das Silber und Gold und die Geräte als Abgabe für das
Haus unseres Gottes, die der König und seine Räte und Oberen und ganz
Israel, soviel ihrer waren, gegeben hatten. 8,26 Ich wog ihnen dar und gab in ihre Hand sechshundertundfünfzig Zentner
Silber und an silbernen Geräten hundert Zentner und an Gold hundert
Zentner, 8,27 zwanzig goldene Becher, tausend Gulden wert, und zwei schöne Gefäße aus
goldglänzendem Kupfer, so kostbar wie Gold, 8,28 und sprach zu ihnen: Ihr seid heilig dem HERRN, und die Geräte sind
heilig, und das Silber und Gold sind eine freiwillige Gabe für den HERRN,
den Gott eurer Väter. 8,29 Seid nun wachsam und bewahrt es, bis ihr es darwägt in Jerusalem in den
Kammern des Hauses des HERRN vor den obersten Priestern und Leviten und
den Sippenhäuptern in Israel. 8,30 Da nahmen die Priester und Leviten das dargewogene Silber und Gold und
die Geräte, um sie nach Jerusalem zum Hause unseres Gottes zu bringen.
Ankunft in Jerusalem
8,31 Dann brachen wir auf von dem Fluß bei Ahawa am zwölften Tage des ersten
Monats, um nach Jerusalem zu ziehen. Und die Hand unseres Gottes war über
uns und errettete uns vor Feinden und vor solchen, die uns auf dem Wege
nachstellten.
8,32 Und wir kamen nach Jerusalem und ruhten dort drei Tage aus.
8,33 Aber am vierten Tage wurden im Hause unseres Gottes das Silber und Gold
und die Geräte dargewogen dem Priester Meremot, dem Sohn Urias, und mit
ihm Eleasar, dem Sohn des Pinhas, und mit ihnen den Leviten Josabad, dem
Sohn Jeschuas, und Noadja, dem Sohn Binnuis,
8,34 nach Zahl und Gewicht eines jeden Stückes; und das ganze Gewicht wurde
aufgeschrieben.
8,35 Zu dieser Zeit opferten die Leute, die aus der Gefangenschaft gekommen
waren, Brandopfer dem Gott Israels, zwölf junge Stiere für ganz Israel,
sechsundneunzig Widder, siebenundsiebzig Lämmer,
(a) zwölf Böcke zum
Sündopfer, alles zum Brandopfer für den HERRN.
8,36 Und sie (a) (b) übergaben die Befehle des Königs den Amtleuten des Königs
und den Statthaltern jenseits des Euphrat. Und diese halfen dem Volk und
dem Hause Gottes.
9. Kapitel
Esras Bußgebet wegen der Mischehen
9,1 Als das alles ausgerichtet war, traten die Oberen zu mir und sprachen:
Das Volk Israel und die Priester und Leviten haben sich nicht abgesondert
von den Völkern des Landes mit ihren Greueln, nämlich von den Kanaanitern,
Hetitern, Perisitern, Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und
Amoritern;
9,2 denn
(a) (b) (c) sie haben deren Töchter genommen für sich und für ihre Söhne, und
das heilige Volk hat sich vermischt mit den Völkern des Landes. Und die
Oberen und Ratsherren waren die ersten bei diesem Treubruch.
9,3 Als ich dies hörte, zerriß ich mein Kleid und meinen Mantel und raufte
mir Haupthaar und Bart und setzte mich bestürzt hin.
9,4 Und es versammelten sich bei mir alle, die über die Worte des Gottes
Israels erschrocken waren wegen des Treubruchs derer, die aus der
Gefangenschaft gekommen waren; und ich saß bestürzt da bis zum
Abendopfer.
9,5 Und um das Abendopfer faßte ich mich und stand auf in meinem
zerrissenen Kleid und Mantel, fiel auf meine Knie und breitete meine Hände
aus zu dem HERRN, meinem Gott, 9,6 und sprach: Mein Gott, (a) ich schäme mich und scheue mich, meine Augen
aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist über unser Haupt
gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel. 9,7 Von der Zeit unserer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis auf
diesen Tag, und um unserer Missetat willen sind wir und unsere Könige und
Priester in die Hand der Könige der Länder gegeben worden, ins Schwert,
ins Gefängnis, zum Raub und zur Schmach, so wie es heute ist. 9,8 Nun aber ist uns einen kleinen Augenblick Gnade vor dem HERRN, unserm
Gott, geschehen, daß er uns noch Errettete übriggelassen und uns einen
festen Halt an seiner heiligen Stätte gegeben hat, um unsere Augen
aufleuchten und uns ein wenig aufleben zu lassen in unserer Knechtschaft. 9,9 Denn wir sind Knechte, aber unser Gott hat uns nicht verlassen in
unserer Knechtschaft und hat uns die Gunst der Könige von Persien
zugewandt, daß er uns wieder aufleben läßt, um das Haus unseres Gottes
aufzubauen und es aus seinen Trümmern wieder aufzurichten, damit er uns
ein Bollwerk in Juda und Jerusalem gebe.
9,10 Und nun, unser Gott, was sollen wir nach alledem sagen? Wir haben
deine Gebote verlassen, 9,11 die du durch deine Knechte, die Propheten, gegeben hast, als sie
sagten: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein (a)
unreines Land durch die Unreinheit der Völker des Landes mit ihren
Greueln, mit denen sie es von einem Ende bis zum andern Ende in ihrer
Unreinheit angefüllt haben. 9,12 So (a) sollt ihr nun eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, und ihre
Töchter sollt ihr nicht für eure Söhne nehmen. Und laßt sie nicht zu
Frieden und Wohlstand kommen ewiglich, damit ihr mächtig werdet und das
Gut des Landes eßt und es euren Kindern vererbt auf ewige Zeiten. - 9,13 Aber nach allem, was über uns gekommen ist um unserer bösen Werke und
großen Schuld willen - und du, unser Gott, hast unsere Missetat nicht
bestraft, wie wir's verdient hätten, und hast uns diese Schar von
Erretteten gegeben -, 9,14 sollten wir wiederum deine Gebote übertreten, daß wir uns vermischten
mit den Völkern, die diese Greuel tun? Wirst du nicht über uns zürnen, bis
es ganz aus ist, so daß es weder einen Rest noch Entronnene gibt? 9,15 HERR, Gott Israels, du bist getreu; denn wir sind übriggeblieben als
Errettete, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir in unserer
Schuld; darum können wir nicht bestehen vor deinem Angesicht.
10. Kapitel
Auflösung der Mischehen
10,1 Und wie nun Esra vor dem Hause Gottes auf den Knien lag und weinend
betete und bekannte, sammelte sich um ihn aus Israel eine sehr große
Gemeinde von Männern, Frauen und Kindern; denn das Volk weinte sehr.
10,2 Und Schechanja, der Sohn Jehïls, von den Söhnen Elam, hob an und sprach
zu Esra: Wir haben unserm Gott die Treue gebrochen, als wir uns fremde
Frauen von den Völkern des Landes genommen haben. Nun, es ist trotz allem
noch Hoffnung für Israel!
10,3 So laßt uns nun mit unserm Gott einen Bund schließen, daß wir alle
fremden Frauen und die Kinder, die von ihnen geboren sind, hinaustun nach
dem Rat meines Herrn und derer, die die Gebote unseres Gottes fürchten,
daß man tue nach dem Gesetz.
10,4 So steh nun auf! Denn dir gebührt's zu handeln, und wir wollen mit dir
sein. Sei getrost und tu es!
10,5 Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den obersten Priestern, den
Leviten und ganz Israel, daß sie nach diesem Wort tun sollten. Und sie
schworen.
10,6 Und Esra ging fort von dem Platz vor dem Hause Gottes und ging in die
Kammer Johanans, des Sohnes Eljaschibs. Und er blieb dort über Nacht, aß
kein Brot und trank kein Wasser; denn er trug Leid um den Treubruch derer,
die aus der Gefangenschaft gekommen waren.
10,7 Und man ließ ausrufen in Juda und Jerusalem für alle, die in der
Gefangenschaft gewesen waren, daß sie sich in Jerusalem versammeln
sollten; 10,8 und wer nicht in drei Tagen nach dem Ratschluß der Oberen und Ältesten
käme, dessen ganze Habe sollte dem Bann verfallen und er selbst
ausgeschlossen sein aus der Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft
gekommen waren. 10,9 Da versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin in Jerusalem auf
den dritten Tag, den zwanzigsten im neunten Monat. Und alles Volk saß auf
dem Platz vor dem Hause Gottes, zitternd wegen der Sache und des
strömenden Regens. 10,10 Und Esra, der Priester, stand auf und sprach zu ihnen: Ihr habt dem
Herrn die Treue gebrochen, als ihr euch fremde Frauen genommen und so die
Schuld Israels gemehrt habt. 10,11 Bekennt sie nun dem HERRN, dem Gott eurer Väter, und tut seinen Willen
und scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Frauen. 10,12 Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: Es
geschehe, wie du uns gesagt hast! 10,13 Aber es ist viel Volk hier, und es ist Regenzeit, und man kann nicht
draußen stehen; auch ist es nicht in ein oder zwei Tagen getan, denn wir
haben in dieser Sache viel gesündigt. 10,14 Unsere Oberen sollen die ganze Gemeinde vertreten, daß alle, die sich
in unsern Städten fremde Frauen genommen haben, zu bestimmten Zeiten
kommen und mit ihnen die Ältesten einer jeden Stadt und ihre Richter, bis
der Zorn unseres Gottes um dieser Sache willen von uns gewendet werde. 10,15 Nur Jonatan, der Sohn Asaëls, und Jachseja, der Sohn Tikwas,
widersetzten sich, und Meschullam und Schabbetai, der Levit, halfen
ihnen. 10,16 Doch die aus der Gefangenschaft gekommen waren, taten, wie sie
versprochen hatten. Und der Priester Esra sonderte sich Männer aus, die
Häupter ihrer Sippen, alle namentlich genannt, und sie traten zusammen am
ersten Tage des zehnten Monats, um diese Sache zu untersuchen. 10,17 Und sie brachten's zum Abschluß bei allen Männern, die fremde Frauen
hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats.
10,18 Und es wurden gefunden unter den Priestern, die sich fremde Frauen
genommen hatten: bei den Söhnen aJeschuas, des Sohnes Jozadaks, und seinen
Brüdern: Maaseja, Elïser, Jarib und Gedalja, 10,19 und sie gaben die Hand darauf, daß sie ihre Frauen ausstoßen und einen
Widder für ihre Schuld als Schuldopfer geben wollten; 10,20 bei den Söhnen Immer: Hanani und Sebadja; 10,21 bei den Söhnen Harim: Maaseja, Elia, Schemaja, Jehïl und Usija; 10,22 bei den Söhnen Paschhur: Eljoënai, Maaseja, Jismael, Netanel, Josabad
und Elasa; 10,23 unter den Leviten: Josabad, Schimi und Kelaja, das ist (a) (b) Kelita,
Petachja, Juda und Elïser; 10,24 unter den Sängern: Eljaschib; unter den Torhütern: Schallum, Telem und
Uri. 10,25 Unter den übrigen Israeliten: bei den Söhnen Parosch: Ramja, Jisija,
Malkija, Mijamin, Eleasar, Haschabja und Benaja; 10,26 bei den Söhnen Elam: Mattanja, Secharja, Jehïl, Abdi, Jeremot und
Elia; 10,27 bei den Söhnen Sattu: Eljoënai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und
Asisa; 10,28 bei den Söhnen Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai und Atlai; 10,29 bei den Söhnen Bigewai: Meschullam, Malluch, Adaja, Jaschub, Scheal und
Jeremot; 10,30 bei den Söhnen Pahat-Moab: Adna, Kelal, Benaja, Maaseja, Mattanja,
Bezalel, Binnui und Manasse; 10,31 bei den Söhnen Harim: Elïser, Jischija, Malkija, Schemaja, Simeon, 10,32 Benjamin, Malluch und Schemarja; 10,33 bei den Söhnen Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Jeremai,
Manasse und Schimi; 10,34 bei den Söhnen Bani: Maadai, Amram, Uël, 10,35 Benaja, Bedja, Keluhi, 10,36 Wanja, Meremot, Eljaschib, 10,37 Mattanja, Mattenai, Jaasai; 10,38 bei den Söhnen Binnui: Schimi, 10,39 Schelemja, Nathan, Adaja, 10,40 Machnadbai, Schaschai, Scharai, 10,41 Asarel, Schelemja, Schemarja, 10,42 Schallum, Amarja und Josef; 10,43 bei den Söhnen Nebo: Jeïël, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joel und
Benaja. 10,44 Diese alle hatten sich fremde Frauen genommen; und nun entließen sie
Frauen und Kinder.